Leicht und hell – light and bright

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Ein neues Bild entwickelt sich und gewinnt Form. Helle Farben dominieren, kontrastiert mit stärkeren und dunkleren Stellen. Obwohl noch einige Stunden Arbeit anstehen, sieht man schon einige schöne Stellen im Bild.

A new painting is developing and gaining structure. Light colours are dominating contrasted by some darker und more powerful patches. Though some more hours have to be spent some parts look quite good already.

Banksy: In der Wahrnehmung knapp daneben – Perception slightly astray!

Ich stolperte auf einer Zeitungsseite über ein neues Projekt des Britischen Künstlers Banksy im englischen Badeort Weston-Super-Mare.

Mich beeindruckt seine Art Dinge zusammenzubringen, die in unserer Wahrnehmung eigentlich sehr verschieden sind. Trotzdem liegt er oft nur sehr knapp neben dem, was wir normal finden, aber welch einen Unterschied dies macht. Fürwahr ein Augen-Öffner!

Der Ort der Instrallation weckte sofort lebhafte Erinnerungen an das Städtchen und seine Atmosphäre bei unseren Besuch im Sommer 2013. Man hätte es nicht besser treffen können als mit diesen grotesken Arbeiten. Die Links geben einen guten Eindruck.

 

I stumbled across some news line about Banksy’s new project in Weston-Super-Mare.

I was impressed by his way to bring together things which are quite different in our every day perception. Nevertheless he only slightly misses what we take for normal but what a difference it makes. An eye opener!

As we had been in there on a visit in summer 2013 and had a vivid memory of the town and its atmosphere I instantly had a look at the web sites reporting on this project. It could not have been characterized any better but with these grotesque works. With the links you will get a good impression of this installation.


Links:

Colossal (Art Review)

The Guardian

CFILES

Google Bilder – Images

zu den iPad Zeichungen – on iPad drawings

Ein paar Besucher kamen in mein Atelier und interessierten sich für die iPad Zeichnungen, …

… ein guter Anlass um wieder einmal einen Blick auf Arbeiten zu werfen, die teils bis 2012 zurück reichen. Sie sehen entspannt aus, in gewisser Weise verspielt. Ihre Einfachheit und die Farbzusammenstellungen erinnern an die Unmengen an Computergrafik, die unsere Desktops, Smartphones und Fernseher überschwemmen. Aber im Gegensatz zu ihnen wirken die Bilder nicht kalt und flach, sondern lebendig, wie ein paar schnelle Skizzen, was sie auch eigentlich sind. Mich interessierte die Verbindung von Aspekten, die technisch und künstlich wirken mit anderen, die im Kontrast dazu eine menschliche Handschrift zeigen.

Der Entstehungsprozess selbst hat eine ganz urtümliche und sinnliche Seite – trotz des High Tech Werkzeugs und der Glasoberfläche. Ähnlich dem Arbeiten mit Window Colours spürte ich die Bewegung der Finger und hatte die Entstehung von Linien und Farbflächen buchstäblich direkt in der Hand. Diese Spannung setzte sich in zwei Richtungen fort:

Zum einen waren die Skizzen ursprünglich in Feldern von vier mal vier Bildern angeordnet, wobei der hellgraue Hintergrund dazu führte, dass das Ganze wie eine Quilt-Decke an der Wand oder von der Decke hing. Die hellen, leuchtenden Farben und lebhaften Muster standen im Gegensatz zu der sehr technisch wirkenden Kunststoffoberfläche, auf die das Ganze gedruckt war (ca. 160 x 200 cm).

Zum zweiten wurden die Skizzen einzeln auf Aluminiumbord aufgezogen, in langen Bildreihen präsentiert und dies erinnerte eher an ein Pop Art Projekt, das die Kommerzialisierung der Bildreproduktion ins Zentrum stellt.

Aber alles das würde nicht reichen, wäre da nicht noch die Tatsache, dass die Bilder in unterschiedlichem Maße die Balance zwischen dem Abbildhaften und dem freien Spiel von Linie und Farbe beinhalten, ein Aspekt, der in den vergangenen Jahren mit im Zentrum meiner Überlegungen gestanden hat.

Was den Besuchern am besten gefiel, waren die nächtlichen Großstadtszenen. Schauen Sie nach, das Portfolio der iPad Prints ist aktualisiert und wird weiter ergänzt.

So haben Dinge, die zuerst gar nicht so erst gemeint waren, ihr Eigenleben entwickelt. Kunst lebt.

 

Some visitors came into my studio and were interested in my iPad drawings, …

… a good situation to have a look again at works that reach partly back to 2012. They look easy going, playful in a way. Their simplicity and colour schemes remind of those loads of computer graphics flooding our desktops, mobiles and TV screens. But in contrast to them they do not look flat and cold but lively, like quick sketches, what most of them actually are. The combination of layers that look artificial and technical in relation to aspects which show human handwriting caught my interest.

The process itself had a very basic and sensual quality – despite the high tech device and the glass surface. Similar to working with window colours I felt the movement of my fingers and the development of lines and colour areas literally at my finger tips. This contrast was extended into two further directions:

First the sketches were organized as rather small images in rows and columns four by four, which on a light grey background gave them a look like a quilt decoration hanging from a wall or ceiling. Nice bright colours and lively patterns were in contrast to a rather technical plastic surface the whole item was printed on (approx. 160 x 200 cm).

Second the sketches were printed and presented on aluminium board in rows of lager numbers, suggesting some sort of pop art serial thing focussing more strongly on the commercial aspect of image production.

But all this would not be enough if not for the fact that in varying degrees the pictures contained the balance between depicting aspects and the free flow of lines and colours, a point that has been a focus for me over the last years.

What the visitors liked best were the city scenes by night. Have a look, the portfolio is updated and some more samples will follow.

So things that were not at first meant to be „something serious“ developed a life in their own right. Art is.

Feed your head!

Der berühmte Ausruf von Grace Slick (Jefferson Airplane) in „White Rabbit“ hat sich bei mir festgesetzt, auch wenn ich ihn nicht so verstehen würde, wie er ursprünglich gemeint war ;-).

Hat Kunst nicht damit zu tun, dass man dem Auge und dem Gehirn etwas anbietet, was die beiden beschäftigt?

Bei der Vorbereitung der Inhalte für die neue Website habe ich mir zahlreiche Bilder von älteren Arbeiten angeschaut. Als ich so darüber nachdachte, kam mir der Gedanke, dass dies eine gute Verbindung zwischen den unterschiedlichen Arbeiten darstellt, die ich die vergangenen 25 Jahre angefertigt habe. Bereits in den Jahren, bevor ich mit mehrteiligen Bilden gearbeitet habe, als ich mit Malerei über Reliefzeichnungen experimentierte, ging es im Kern un die Interaktion verschiedener Ebenen von Sehen und Erkennen. Aber irgendwie war das Verfahren sehr langsam und wenig effektiv, wenn es darum ging, Versuche aus ganzen Gruppen und Serien von Arbeiten zu machen.

Als ich merkte, dass ich per Zufall das erste mehrteilige Bild erstellt hatte, änderten sich die Dinge: Die Teile ergaben einen durchgehenden Bildraum und überbrückten die Lücke zwischen den Bildtafeln. Wie ging das vor sich? Was waren die Bedingungen, die dafür sorgten, dass das „klappte“? Was mussten die Teile dem Auge und dem Gehirn anbieten, damit im Kopf des Betrachters ein Bildraum entstand? Was musste man der Wahrnehmung dafür anbieten? Diese Frage hat mich in den vergangenen Jahren angetrieben.

 

 

This famous quote from „White Rabbit“ (Grace Slick, Jefferson Airplane) has been following me for years actually. Never with face value ;-), though.

But does not art have to do with giving the mind and the eye something to feed on, to work with, to keep them busy?

Preparing the contents of my new web page I browsed through a lot of pictures of older works again. Thinking it over it came to my mind that this might bridge the different works I have been doing over the past 25 years. Even in the years before I started working with multi panel paintings, when I experimented with painting over relief drawings, the key process was and interaction of different elements, different levels of recognition and perception. Somehow this method was slow and complicated, not very efficient to experiment in groups an series of paintings.

When by chance I found out I had done my first multi panel painting it was different: the parts formed a continuous pictorial space bridging the gaps between the panels. How did that work out? What were the conditions for success? What did the parts have to offer eyes and brain to make up this pace in the minds of the viewer? What did imagination feed on? The question that as followed me for the past years.

das Wahlbüro

Städtische Galerie Haus Seel im Mai 2015

Relaunch 2015

Für die Website

Ingo Schultze-Schnabl: Malerei, Zeichnung, Wahrnehmung – Painting, Drawing, Perception

gibt es einen Neustart. Es war ein willkommener Ansatz zum Nachdenken, da die alte Website informativ war, aber doch meinen Bedürfnissen und denen vieler Besucher nicht gerecht wurde. Die neue Version ist weniger ein Katalog, enthält aber hoffentlich mehr Struktur und Information. Durch den Blog ergeben sich auch neue Möglichkeiten für mich zum Arbeiten, zum Sammeln und von Dingen und Gedanken. Ich wünsche allen Besuchern viel Freude und mir konstruktives Feedback.


You will find a relaunch for my website here. The old one being full of information with lots of pictures did not serve actual needs very well  I felt and I guess visitors might have felt alike. It has become less a catalogue now but it provides better structure und information I hope. The blog offers me a new way of working, collecting and reflecting ideas. I hope visitors will enjoy that, too, and I hope for lots of good feedback.