Die Zeit vergeht – Time Goes By

Über drei Monate, oh Mann! Als ich den Blog begann hatte ich mir selbst mehr Disziplin versprochen, mindesten einen Post pro Monat, eigentlich sogar zwei. Ich wollte für mich selbst festhalten, was im Atelier vor sich gegangen war und auch in meinem Kopf, was die Kunst anbetraf.

Und jetzt: nichts! Seit über drei Monaten, oh nein.

Nein, definitiv falsch: Eine Menge ist in den vergangenen Monaten geschehen, und die Verzögerung lag nicht nur an der extremen Hitze und Trockenheit, die wir nun seit Wochen haben.

Nach den vergangen Ausstellungen und den damit verbundenen Reiseterminen musste ich alles überprüfen und wieder wegräumen (eine Menge, fürchte ich, aber so ist das eben). Ein perfekter Zeitpunkt um gleich noch ein paar andere Dinge neu zu organisieren.

Das letzte Mail, dass das Atelier so schön aufgeräumt war, war im März, als meine Atelierausstellung fertig vorbereitet war und die auch gut angenommen wurde. Hier nochmals ein Dankeschön, an alle die vorbei gekommen sind.

Jetzt, wo alles fertig war, hatte ich Zeit, neue Dinge auszuprobieren, über die ich teils schon in den Blogbeiträgen von März und April berichtet habe.

Seitdem bin ich an diesen Punkten dran geblieben und habe viel skizziert. Einiges habe ich schon auf Instagram unter @schultze_schnabl gepostet. Ich finde es praktischer, male eben ein paar Dinge zu posten und dazu Rückmeldungen einzufangen als die Website mit neuen Abbildungen zu erweitern und gut organisiert zu halten. Aber da muss ich auch bald mal wieder ran.

Die Vorbereitung der kommenden Ausstellung in Netphen, die am 23. eröffnet wird, hat natürlich auch Zeit benötigt. Änderungen in meinen Arbeiten haben die Frage aufgeworfen, was ich eigentlich tue (ein paar Antworte habe ich wohl gefunden). Das braucht seine Zeit, und die Tatsache, dass ich einen großen Raum mit entsprechenden Abständen habe sowie zwei Büroetagen, muss auch gut geplant werden, damit ein gutes visuelles Gesamtkonzept entsteht.

Also: Herzliche Einladung für den 23. August 2018 und dann geht es im nächsten Beitrag weiter.

 

More than 3 month, oh dear! When starting this blog I promised myself a better discipline than this, to check every month (even twice per month) what was going on in the studio or in my mind as far as it was related to art.

And now: nothing! For more than 3 months, oh no!

No, definitely wrong. A lot has been going on in this time and the delay was not only due to excessive heat and draught for weeks now.

After recent exhibitions I tried to check and stow away what was returning (a lot I am afraid but that’s how it is). A perfect time to reorganize some more things.

Last time I had my studio in perfect order was in March when everything was prepared for the studio show which was well received. Thanks to everybody who dropped in.

With everything ready I had the time to try out some new things some of which I have already posted in March and April.

It has kept me going since and I have done a lot of sketching. Some of the results have been posted on Instagram since, see them at @schultze_schnabl. I do find it faster to post it there and get some reaction than redoing my website. But this I have to do anyway in the next weeks.

Preparing my show in Netphen which is going to start on August 23rd has taken some time too. Changes in my work have caused the question what I was actually going to do (I think I found some answers). This takes time as well as puzzling out what was going to be shown where as I have on rather large room and quite a lot of office space to show smaller items.

So: A kind welcome at the opening on August 23rd and we will meet again at the next blog post.

die Lücke nutzen – Using the Gap

Die Lücke Nutzen – Using the Gap

 

Es gibt eine Art Rhythmus in der Art wie ich arbeite. Er bringt mich dazu, immer wieder nach einer gewissen Zeit zu prinzipiellen Fragen und Strukturen zurück zu kommen. Oft gibt es eine Art Lücke in der Spannung, wenn ich ein Projekt abgeschlossen habe und das nächste noch etwas Zeit hat. Dann finde ich mich oft in der Situation wieder, dass ich mit Linien, Formen, Strukturen und Farben herumspiele. Dann stoße ich aber auch immer wieder auf grundlegende Fragen und ich versuche, sie zu beantworten, indem ich mich auf meine Werkzeuge und Methoden zurück beziehe. Dies hilft mir oft, Neues zu entdecken und mich auf Wichtiges zu konzentrieren.

 

 

There is some sort of rhythm in the way I work. It makes me come back to basic structures and questions after a while. Often when there is a gap between one project finished and the next one being a bit away. Then I find myself in the situation where I play around with lines, forms structure or colour. I am getting back to basic  questions and try to answer them by reasserting what my basic tools and principles are. This helps in finding new ways and in concentrating on essential points.

 

 

Einfache Strukturen schaffen Volumen und Raum – Simple structures evoke volume and space

Ein Sperrholzrest lädt ein, es mit Strukturen zu überziehen. – Some plywood leftover invites for covering it with structure

Fläche oder Tiefenraum? Was sagt das Auge und das Gehirn? – Flatness or depth? What do eye and brains do with it?

 

 

Wie viel – How much?


Überwiegend weiße Leinwand. Gestern habe ich ein paar Last Minute Entscheidungen getroffen, bevor der Tag vorüber war. Ich stellte die drei Leinwände auf und setzte ein paar Striche mit dem breiten Pinsel:

Ein Stück blauer Himmel war immer motivierend, eben noch das Grün ausprobieren, das mir in die Hände gefallen ist. Dann noch etwas Weiß, Orange und Ocker, damit es nicht so giftig wirkt … Alles vorsichtig setzen, mit langsamen Bewegungen, eigentlich ohne wirklich zu wissen, was es wird.

Bloß keine Bäume malen, brich solche Vorstellungen direkt wieder auf, wenn es zu deutlich danach aussieht. Unten mehr helles und gebrochenes Grün, aber nicht wirklich Wiese. Das Ganze oben wiederholen, um es aufzufangen. Senkrechten mit räumlichen Linien kombinieren, aber den Horizont lassen, de sich da so versetzt gebildet hat. Wie wäre es mit ein paar orangefarbenen Akzenten links und rechts? Mehr geometrische Elemente als Kontras zu den lebhaften Formen.

Nun gut, am nächsten Morgen die Frage: „Warum bleibt das nicht einfach so? der Betrachter sieht genug, um Auge und Gehirn auf die Reise zu schicken bei der Suche nach Bedeutung. Landschaft ist so einfach.“

Ich habe mein Ziel erreicht, die Balance zwischen dem Sehen von Objekten und dem von Farben und Pinselstrichen. Ist die deskriptive Element zu aufdringlich? Ist die Malerei stark genung, um die Auge eine Weile zu beschäftigen? Wie lange? Lange genug? Wann ist das?


Mostly white canvas. Yesterday I made some last minute decisions before the day was over. I placed these three canvasses und just started to set a few marks with a broad brush:

 A patch of blue sky was always motivating, just try out this kind of green I just found and make it less vicious with a bit of white, orange, ochre …  Place it carefully, slowly moving, but without really knowing what I do. „Don’t pain trees! Break those ideas as soon as they come up. More light and broken green in the lower part but no meadow. Reoeat on top and bottom to spoil that concept. Combine vertikals with spacial effects but leave that broken horizon intact that that has turned up eventually. How about some rather clear orange accents left and right? More geometry to place contrasts to the vivid forms.

 Well, right, on the next morning the question is there: why not leave it that way? The spectator sees enough to send eyes and mind onto the search for meaning. Landscape is so simple.

 

I have reached my goal, the balance between seeing objects and at the same time just colours and brush strokes. Is that descriptive part too obvious? It the part of painting strong enough to keep the eyes busy for a while! How long? Long enough? What is that?

 

Rückblick+Ausblick – Looking Back + Looking Forward

Rückblick – Looking Back

 

 

Danke für ein schönes Ausstellungswochenende an alle Gäste und natürlich auch an Rike Stausberg. Ihre wunderbaren Arbeiten ergaben so ein wunderbares Zwiegespräch mit meinen kleinen Gemälden, fast wie ein Spiegel auf der formalen Ebene mit den kleinen Formaten und doch spannend unterschiedlich in den Bildwelten und Gestaltungsweisen. Das milde Wetter at ein Übriges und wir freuten uns, dass sich die Gäste viel Zeit zum Eintauchen in die gezeigten Bildwelten nahmen.

 

 

Thank you to all our guests and of course to Rike Stausberg for a wonderful exhibition weekend! Her wonderful works formed such a lovely dialogue with my small paintings, just a kind of mirror on a formal level but different enough to start a dialogue between two worlds. Mild temperatures have been a further bonus and we were happy that lots of visitors took their time for diving into the worlds presented.

 

 

 

Mehr Schritte – Further on

Kaum waren die Atelierräume aufgeräumt und sauber gemacht und die Sonne schien in meine Räume, als ich daran dachte, dass na ja jetzt nach dieser getanen Arbeit mal wieder schön in Sachen Kunst arbeiten könnte. Aber wie? Die Farben waren sauber weggepackt und ich hatte keine Lust, alle wieder durcheinander zu bringen, als ich gerade erreicht hatte.

Glücklicherweise waren die Marker griffbereit und die Skizzenblöcke waren leicht aufzutreiben. Ich fragte mich, was ich nun mit minimalen Mittel tun konnte, so ohne Farben Töne und Schattierungen.

Es war eine Art „zurück zu den Grundlagen“: Was kann man tun, um die umrissenen Flächen zueinander in Beziehung zu bringen? Was konnten lediglich ein paar Striche leisten, wie konnten sie die Flächen zum Leben erwecken und gleichzeitig vermeiden, dass das Ergebnis zu schlicht und abbildhaft wurde?

Schauen Sie selbst: Ich hoffe, sie haben ebenso viel Freude an den Skizzen wie ich und ich werde versuchen, diese Erfahrungen in die nächsten Schritte zu überführen, wenn die Farben auch wieder zur Hand sind.

 

 

 

With the studio space just tidied up and cleaned and the warm sun shining into my rooms it was so inviting to take new sheets of paper and start work. But how? Paint was neatly stowed away and I had no intention to mess up what time and effort just had reached.

Luckily I had my markers at hand and the sketching pads were not that far away: I thought what I could do with sort of minimalistic means, no tints, no shade, not colours at hand.

It was sort of “back to basics”: What can you do to bring together the “panels” I had defined on the paper. What could I evoke with just a few marks, how could it make the flat space come alive and how could I keep away from too much representational content?

Just look for yourself! I hope you will enjoy these sketches as much as I do and I will try to transpose these results into the next steps, when colour will be available again.

 

Alles sauber -Neat and Clean

Alles sauber hört sich so einfach an, ist aber sicher nicht der Standard im Atelieralltag. Viele Dinge erwarten einen: Aktuelle Arbeiten, über die man erst noch ein wenig nachdenken möchte, Neues, das noch im Zustand des Entstehens ist, manches fast Fertige benötigt noch den letzten Handgriff und den letzten kritischen Blick, ganz zu schweigen von all dem, was inspirierend ist und darauf wartet, ausgesogen und verarbeitet zu werden auf dem Weg in die Kunst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine gute Methode, um sich selbst einen Kick zum Aufräumen zu geben ist es, eine Künstlerkollegin oder einen -kollegen einzuladen, seinen ode ihre Arbeit im Atelier zu präsentieren. Das genau ist es, was nun eingetreten ist und … voila: alles ist umgeräumt, weggepackt, oder auf geniale Art versteckt (hoffe ich jedenfalls).

Nun kann es los gehen und ich freue mich, wenn Anfang März Rike Stausberg aus Gummersbach mit ihren Arbeiten kommt, und wir im Atelier viele zufriedene Gäste begrüßen dürfen.

 

 

 

 

 

 

 

 Neat and clean is not the standard in the everyday studio situation. Lots of things wait for you: recent work to be pondered upon, new work just in the state of emerging, things nearly done wich have to get their last touch and approval, not to mention those which are simply inspiring and wait to be absorbed or transformed into some piece of artwork.

A good way to kick yourself into some action ist to invite a fellow artist to Show his or her work in your place. This was what has happended right now and …  voila everything is rearranged, stowed away or hidden by some clever means (hope so).

Now I am looking forward for March when Rike Stausberg from Gummersbach comes with her work and we hope to welcome a lot of happy visitors at the Studio.

2018 Jahresbeginn – Getting started

Januar

Die dunkleren Tage werden weniger, heute kommt sogar mal ein wenig mehr die Sonne heraus. Es wurde Zeit: Es waren seit 1951 die dunkelsten Wintermonate Dezember und Januar, sagen die Meteorologen und gefühlt haben sie auf jeden Fall Recht.

 

Die Ausstellung in der Hagenring-Galerie, auf die ich mich einige Monate vorbereitet hatte, geht nächstes Wochenende zu Ende. Es war eine gute Gelegenheit, zahlreiche Leute zu treffen und Feedback zu meinen Arbeiten bekommen. Danke an die Kolleginnen und Kollegen dort. Wir sind seit Jahren in Kontakt und ich freue mich immer über den Erfahrungsaustausch.

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, die Arbeiten von James Rosenquist in Köln zu sehen, einer meiner großen Helden seit Uni-Zeiten. Ich hätte nie geglaubt, wie viele von den sehr großen Arbeiten sie dort präsentieren konnten und war wirklich überwältigt. Herzliche Glückwünsche an die Sammlung Ludwig“!

 

 

 

Die nächsten Stationen im Zeitplan kündigen sich an: In einigen Wochen habe ich eine kleine Ausstellung mit Rike Stausberg aus Gummersbach geplant. Ich liebe ihre Arbeiten, in denen mein Kopf immer sofort spazieren geht, so anregend sind ihre Bilderfindungen.

Die Anmeldefrist für den 20sten KunstSommer in Siegen rückt näher, auch für die Ausstellungsteilnahme beim BBK und bei der ASK. Nun hoffe ich, dass ich das passende Material zum Einreichen habe, das ihre Rahmenbedingungen trifft. Bitte Daumen drücken! 😉

 

 

January

The darker days become fewer and today the sky shows some blue patches and lets beams of sunlight come through then and again. It must have been the darkest winter since 1951 for the months of December and January and I feel quite sure they are right.

The exhibition at the Hagenring Gallery I have been preparing for for some months is coming to an end next week. It was a good occasion to meet a lot of people and get feedback on my work, thanks to the colleagues over there. We have been in contact for years and I always enjoy the exchange of experiences with them.
Recently I had the chance to see the works of James Rosenquist in Cologne, one of my all time heroes since university days. I had no idea how many of his large works they were able to present and it was really overwhelming. Congratulations to the “Sammlung Ludwig” museum.

Next stops are coming up on the timeline: Together with Rike Stausberg from Gummersbach I have planned a small exhibition in a few weeks to which I am looking forward to. I love her work for all those small inventions that cover her papers and canvasses and let me immerge into a magical world.

The deadline to participate in the Siegen “KunstSommer 2018” line of exhibitions is getting nearer. Another deadline for participation with the BBK and one for the May exhibition of the ASK are coming nearer and I will have to see if I get proper material for their headlines. Keep your fingers crossed!

 

Workout 2017

Ein geschäftiges Jahr geht seinem Ende entgegen. In den letzten Wochen habe ich die Freiheit genossen, ein wenig mehr zu experimentieren.

Einige waren mehr technischer Art: Ich habe mich immer geärgert, wenn die Farbe beim Trocknen dazu führte, dass das Papier anfing Wellen zu werfen. Ich mochte die entstehenden Schatten nicht, die Arbeiten wirkten nicht so sauber, wie ich sie hätte haben wollen. Einige Malerkollegen meinten zwar, das seien einfach Arbeitsspuren und wunderten sich, dass mich das stört. Höheres Papiergewicht hatte auch seine Grenzen, aber ich glaube, ich habe einen guten Weg gefunden für eine Teillösung und der Bogen bleibt nun glatter. Wer mehr wissen möchte, kann sich gerne melden.

Andere Themen waren konzeptioneller Art: Ich entwickelte Arbeiten weiter, bei denen Teile des Papiers unbearbeitet bleiben, ähnlich Aquarellarbeiten. Aber mit den Acrylfarben sieht es eher unterbrochen aus, das Motiv wird eher zerlegt und bekommt eine andersartige Verbindung mit dem Bildgrund.

Farbe schildert etwas (oder sie erinnert zumindest an etwas), oder sie ist einfach eine Farbspur, die die Schönheit von Tonwerten und Schattierungen vorzeigt, ohne damit etwas Bestimmtes bedeuten zu wollen. Oder es gibt Farbe, bei der der Farbstrich so etwas wie ein Objekt wird, das ein Eigenleben entwickelt und sich über die die Oberfläche bewegt. Von was eigentlich? Über ein Gemälde, über ein Papierblatt?

Grenzen berühren und verspielt sein hält den Kopf in Bewegung.

A busy year is coming towards its end. During the last weeks I enjoyed the freedom to do a bit of experimental work.

Some are more technical: I was always annoyed when drying colour led to a surface which showed more or less intense waves. I disliked the shadows, they made the work look less clean, though a lot of fellow painters just called the traces of work and wondered why I cared about it. Higher grammage of the paper was not the perfect solution either but I think I have found a solution for part of my work at least and paper sheets are plainer now after drying. Whoever would like to know more drop me a line.

Other topics were more conceptual: I developed versions where the paper was left clear of colour just like you would expect watercolours to be done. But with the acrylic it was more like a fractional look, the subject being dissembled and made to get a sort of new connection to the paper ground.

Colour depicting something (or at least resembling something), colour being just a trace of paint showing its beauty of tints and shade, meaning nothing besides, or colour doing just the but the brush stroke becoming some sort of object, living a life of its own and moving across the surface of what? A painting, a sheet of paper?

Touching borders and being playful keeps the head in motion.

Herbst – Autumn

Die letzten schönen Herbsttage bringen tolle Farben, aber über dem Blau ziehen deutlich sichtbar die Eiswolken.

Die Rehe in unserem Garten werden immer frecher und bleiben auch am hellen Tag ganz ruhig, wenn wir ihnen zuschauen.

Nachdem die Ausstellungen des Jahres im Wesentlichen vorüber sind, ist nun mehr Zeit im Atelier und ich freue mich über die Muße, mehr Zeit zum Planen und Ausprobieren zu haben. Aber eigentlich geht es im Kopf schon weiter: Anfang Januar wird die nächste Einzelausstellung eröffnet und da ist jetzt schon viel zu organisieren.

Als Teil von Lions International haben drei Clubs in der Nähe eine Kunstauktion durchgeführt. Über 100 Werke kamen zusammen. Die Atmosphäre war wunderbar und die neuen Besitzer werden nun doppelte Freude an der neuen Kunst zuhause haben.


The last beautiful and sunny days of autumn show wonderful colours. They have a heavy and fruity sort of light which cannot be compared to other times of the year. Anyway: The clouds in the blue sky Show us the ice they contain and make us think about the cold lying right before us.

The deer in our garden seem to feel less and less fearful. They Keep still when they see we are watching. In fact I do miss some of the berries and flowers we liked so much!

Having closed the last exhibtions for this year there is more time now for staying in the studion planniung and experimenting with this. But in the back of my mind there is already the next opening which will be early in Juary. We’ll see.

As part of Lions International the three clubs nearby sucessfully organized an art auction. More that 100 works were for sale for beneficial activities locally and internationally. The atmosphere at the event was great and the new owners will have double joy with the new artwork at their homes.

 

 

Vom Schlag getroffen … Thunderstruck

Vom Schlag getroffen …

war ich, als ich auf die Arbeit von Rachel Kneebone traf. Ich ihren Arbeiten vorher nicht begegnet (sie hat 2004 ihren Abschluss am RCA London gemacht) und muss auch gestehen, ich habe mir auch erst einmal nicht so viel Mühe gemacht, ihren Hintergrund zu erfahren. Der visuelle Eindruck war einfach beeindruckend und ich war am Haken mit einer einzigen Arbeit, die im Londoner Victoria and Albert Museum ausgestellt war und die ich zufällig auf Instagram gesehen hatte.

Was ich auf den Bildern fand war schön, wirkte sauber, klar und glänzend. Wie bei vielen anderen Menschen spricht auch mich diese ästhetische Qualität schnell an und ich mochte immer das Weiß im Material von Papier, Porzellan oder manchen Designobjekten. Aber hier war et mit etwas Eigenartigem verbunden: zahllose Körper und Körperteile waren zu erkennen, die nicht nur körperliche Schönheit und Bewegung sondern Beunruhigung, das Gefühl von Aufruhr oder einer Anhäufung von Leibern mit sich brachten, Dinge die nicht mit entspannten ästhetischen Genuss zusammengingen. Rubens Höllensturz der Verdammten kam mir in den Sinn, Dantes Inferno war nicht weit, auch Bilder des KZ in Buchenwald oder Rodins Atelier mit seiner Ansammlung von einzelnen Körpersteilen. Welch ein Vergleich!

Da das V&A einer meiner persönlichen Lieblinge in der Londoner Museumslandschaft ist war es natürlich schnell auf meiner Besuchsliste. Glücklicherweise hatte die Gelegenheit meine spontanen Eindrücke vor Ort zu überprüfen und war erstaunt, dass ich grundsätzlich richtig lag. Rachel Kneebones Skulptur ist schon alleine von der Größe her beeindruckend. Ich fand keine Zahlen, aber geschätzt dürften es 7m Höhe sein und sie kann sich leicht gegenüber den anderen monumentalen Skulpturen im Haus behaupten. Die Künstlerin hat 399 Tage an den wunderbar detaillierten Formen und ihrer ausgefeilten Komposition gearbeitet. Auch wenn Fleiß selten ein Maßstab für gute Kunst ist, so passt es doch hier zu der Energie, die das Werk ausstrahlt. Ich war wirklich vom Schlag getroffen.

Wie auch immer: Passen die oben genannten Assoziationen irgendwie zusammen? Zugegebenermaßen könnten sie kaum weiter voreinander entfernt sein. Aber letztlich geht es um das Mensch-sein, Schönheit und Gewalt, Anmut, Gnade und Sünde, als um uns alle.

 

Links siehe unten: In der Wikipedia fand dich viele Fakten, der Artikel im Telegraph fiel mit als sehr gut lesbar und informativ auf. In den Suchmaschinen findet man zahlreiche Infos.


 

Thunderstruck …

I was when I came across English artist Rachel Kneebone. I had not known her before (graduated in 2004 at the RCA London) and must admit I did not instantly care to know a lot about her. The visual impression was amazing enough to get me on the hook with a single work I had seen by chance on Instagram and which was on show at the Victoria and Albert Museum in London.

What I saw in the photos was a nice, clean white and shiny item of ceramics which caught my attention especially because of its aesthetic quality. Like many people I have always liked the white of paper, porcelain and design products but this one was combined with something queer: lots of bodies and body parts came into view causing the impression not only of physical beauty and movement but of disturbance, uproar or upheaval, terms I would rather not combine with relaxed aesthetic delight. Rubens came to my mind, the Fall of the Damned, Dante’s Inferno was also nearby. But also pictures from Buchenwald concentration camp or (sorry) Rodin’s studio with his collection of countless hands and limbs. What kind of comparison that means!

The V&A being one of my personal favorites in London I had it anyway on my list for visiting London recently. Now I had the chance to check on my impressions and associations and I found out I was basically right. Rachel Kneebone’s sculpture was impressive even because of its size. Though I have not found any figures yet but I guess it must be about 20 feet in height (ceramics, don’t forget!) and it stand well against all other monumental artwork in the museum. It has taken her 399 days to form all these very detailed elements and their intricate composition. Though the amount of work is rarely a core quality of artworks it parallels the energy the work radiates. I really was thunderstruck.

Anyway: Do those impressions I mentioned go together? Admittedly they could not be further apart in range. But ultimately this is about mankind, beauty and violence, grace and sin, about you and me as well.

 

Wikipedia, lots of facts included:

https://en.wikipedia.org/wiki/Rachel_Kneebone

worth reading:

http://www.telegraph.co.uk/luxury/art/rachel-kneebones-399-days-porcelain-tower-victoria-albert-museum/

 

 

am Rand der documenta

documenta 14 in Kassel

Rückblick. doch noch geschafft. Wenigstens ein Nachmittag in Kassel sollte es sein.

Als notorisch ungeduldiger Mensch ist es nicht einfach, mal kurz auf eine documenta zu gehen, aber ich muss ja auch dem Event nicht gerecht werden. Ich darf mir etwas aussuchen (fast schöner als Geburtstagsgeschenke), darf wählerisch sein, darf egoistisch sein, …

 

In den vergangen Jahren bin ich vollgepumpt mit Eindrücke und Impulsen zurückgekehrt, diesmal gelang dies nur an wenigen Stellen. Die Kritik der Medien ist auch nur Nachrichtenproduktion, dachte ich, aber diesmal hatte ich den Eindruck, zu viele „olle Kamellen“ anzutreffen gegenüber früheren Ausstellungen, die nun wirklich nicht brav und unpolitisch waren.

Hinten „kocht“ die Kunst mit ihren Gedanken, vorne kocht anderes.

Konfrontationen 2 (noch viel ungeplanter als alle anderen)

Was mir nebenher in Kassel auffiel, habe ich dann kurz vor der Abreise noch festgehalten. Überraschende Konfrontationen waren mein heimliches Besuchsthema, und ich habe gerade noch so etwas davon festhalten können. Viel Spaß!

 

 

 

Ich fand, das sieht alles sehr deutsch aus.

 

Friedrich der II., ein Mann der Aufklärung und Bauherr des Fridericianums ,wäre sehr verwundert, wenn er das noch sehen könnte. Der Tempel der verbotenen Bücher passt auch hier einfach toll!

 

 

 

 

Wir sind das Volk –
hinter der Installation am Fridericianum entdeckt man erst einmal ein Kaufhaus.
Im Glas spielegelt sich der Spruch: „Wir sind das Volk“ in zahlreichen Schriftzügen und Sprachen.

 

Wir sind das Volk – und was noch an der Scheibe hinter der Installation zu sehen war.