Pinselstriche_22

Frische Pinselstriche – Fresh Brush Strokes

 

Ein früheres Thema wird wieder aufgegriffen: Was macht eigentlich ein Pinselstrich?

Picking up a former topic: What’s in a brush stroke?

 

 

Eine Gruppe von 30 Arbeiten auf Karton war das Ergebnis dieses Experiments. Folgende Fragen begleiteten diese Serie:

  • Wann wird aus einem Pinselstrich eine Form, etwas definiertes?
  • Wie kann ich drei Bildflächen miteinander verbinden? Die Arbeit mit drei separaten Flächen war, wie schon früher oft, mein Ausgangspunkt.
  • Würde das den spontanen Pinselfluss zu sehr beeinträchtigen?
  • Würde meine Mischung eines Blau- und eines Brauntons zusammen mit Weiß genügend unterschiedliche Tonwerte erzeugen? Nur das würde die Bewegung auf dem Blatt ablesbar machen.

 A group of thirty works on paper was the result of this experiment. The following questions accompanied this series:

  • When does the brush stroke become a form, something defined?
  • How can I join the three defined areas on the paper? Working with three separated areas as I mostly do was a fixed starting point for this work.
  • Would this impair the effect of a free an instantaneous flow of colour?
  • Would my mixture of a blue and a brown paint together with white leave traces a various tones on the paper? Only this would mark the movement on paper.

 

 

  • Wenn der Pinselstrich zu einem „Etwas“ auf der Bildfläche geworden ist: Inwieweit würde das eine Vorstellung von Räumlichkeit mit sich bringen? Wenn man nur ein Objekt auf eine Bildfläche malt oder zeichnet, so ensteht immer auch die Vorstellung von Raum, die Vorstellung, dass man drum herum gehen könnte. Wäre das hier auch so?
  • Würde diese Vorstellung zu sehr von der Ausgangsfrage nach der Abstraktion ablenken? Wäre es dann doch mehr ein gegenständlich beschreibendes Bild?
  • Gibt es Wege, den Fokus wieder in die Gegenrichtung zu verlagern?
  • When the brush stroke becomes a „something“ on the paper, how will this produce an idea of space? If you just paint or draw one thing on the picture surface, it will always suggest, there ist some space where you could walk around this object. Does this apply here, too?
  • Will this idea distract too much from the abstract topic I was working on and become somehting more like a descriptive painting?
  • Are there ways to shift this balance back again?

 

 

  • Wie würde dieses Konzept in einem größeren Format wirken?
  • Was würde geschehen, wenn ich mehr Farbspuren in den Bereichen einbringe, die aktuell noch offen bleiben? Der „Hintergrund“?
  • What would this concept look like in a larger format?
  • What would happen if I added more colour traces in the areas now left open? The „background“?

 

 

Es war faszinierend zu sehen, was für eine Schönheit diese einfache Versuchsanordnung erreichen konnte. Die Vielfalt der Farben und Schattierungen zusammen mit den Strukturen, die die intuitive Bewegung erzeugte, war lohnenswert. Mal sehen, was sich noch daraus ergibt.

It was amazing to see what beauty this simple experimental set could produce. The variety of colours and shades together with the structures intuitive movement could produce was rewarding. So let’s see what comes next.



 

Rückblick – Review

 

Nach vielen Ereignissen und unter den besonderen Arbeitsbedingungen in der Pandemie schließt sich ein Jahr.

#1289, acrylic on canvas

Das Jahr begann kalt und sonnig. Diese Arbeit mit Blau und Weiß spiegelt das vielleicht wider. Ich arbeite hier mit reduzierten Farben und den Möglichkeiten, die sich aus dem Pinselstrich entwickeln. Klare Grenzen sind oft gute Rahmenbedingungen für die künstlerische Arbeit.

The year started out cold and sunny. This work with blue and white may reflect that. Here I work with a reduced set of colours and the possibilities that develop from the brushstroke. Clear limitations often make a good framework for artistic work.

 

#1288, acrylic on canvas

Die optische Verbindung von Innenraum und Außenraum im Interieurbild ist in der Kunstgeschichte ein häufig anzutreffendes Phänomen. Hier steht das Geflecht von Farben und Formen im Zentrum. Nicht die Trennung, sondern die Verbindung der Schichten ist das Thema.

The visual connection between the inside of a room and exterior situation is a common phenomenon in interior paintings we meet in art history. The focus here is on the interweaving of colours and shapes. The issue is not the separation, but the connection of the layers.

 

Corona Mask

#1317, corona masque, acrylic on canvas

Ein privat geführtes Athener Kunst-Museum hatte das Thema ausgeschrieben. Aus Leinwand gefertigte Masken sollen das Thema der Corona Pandemie aufgreifen. Viele der eingegangenen Lösungen sind aktuell schon auf Instagram zu sehen und zeigen die vielen kreativen Reaktionen.

A privately run Athens art museum had called for work on this subject: Masks made from canvas are intended to address the topic of the corona pandemic. Many of the solutions received can currently be seen on Instagram and show the many creative reactions.

 

#1346, acrylic on canvas

Die Balance zwischen dem Malen als Prozess und der Deutung als Abbild von etwas ist diesmal in Richtung des Abbildes entschieden: Ausgelöst von einem Rezept kam die Assoziation des „English Breakfast“ auf, eine meine besten Erinnerungen an den englischen Lebensstil.

The balance between painting as a process and the interpretation as an image of something has swung this time in the direction of depicting art: Triggered by a recipe a came across, the association of an „English Breakfast“ emerged, one of my most cherished memories of English lifestyle.

 

#1348, acrylic on canvas

Landschaft mit Wasser ist ein immer wiederkehrendes Thema mit den zahllosen Variationen von Farbe, Struktur und Bewegung. Auch mein oft verwendetes Blau trägt wieder markant zur Gesamtgestaltung bei.

Landscape with water is a recurring theme with countless variations of colour, structure and movement. My often used blue also makes a striking contribution to the overall design.

 

#1358, garden scene, digital drawing

„Phlomis fruticosa“ ist der lateinische Name von einer meiner Lieblingspflanzen im sommerlichen Garten. Das „Strauchige Brandkraut“ lädt mit wunderbar eleganten, aber auch verspielt wirkenden Elementen zum Zeichnen ein.

„Phlomis fruticosa“ is the Latin name of one of my favourite plants in the summer garden. The “Jerusalem Sage“ invites you to draw its wonderfully elegant, but also playful elements.

See Phlomis fruticosa (Strauchiges Brandkraut)

 

#1349 foxgloves, acrylic on canvas

Eigentlich ist die Region, in der ich lebe und arbeite durch ausgedehnte Waldflächen in einer Mittelgebirgslandschaft geprägt. In den letzten Jahren haben Dürre und Schädlinge ihre Spuren hinterlassen und viele Flächen sind nun abgeholzt. Kahle Hänge mit ihren zahllosen Baumstümpfen bestimmen das Bild. Nun haben sie auch in diesem Bild Spuren hinterlassen, zusammen mit dem Fingerhut, der als Pionierpflanze an vielen Hängen schnell dabei ist, den trocken Boden zu schattieren und das Auge zu erfreuen.

The region in which I live and work is actually characterized by extensive forest areas in a low mountain range. In recent years drought and pests have left their mark and many areas have now been cleared. Bare slopes with their countless tree stumps determine the picture. Now they have also left their mark on this picture, together with the foxglove, which as a pioneer plant on many slopes is quickly in the process of shading the dry ground and pleasing the eye.

 

testing new arrangement of panels

Nun sind die mehrteiligen Bildelemente, die meine Arbeitsweise bestimmen, mal nicht waagerecht, wie es aus gutem Grunde die Regel ist, sondern übereinander angeordnet. Auslöser ist die gestalterische Vorgabe, für einen konkreten Anlass ein Hochformat zu entwickeln. So hat sich eine lebendige Komposition entwickelt, die eine schöne Gesamtform ergibt.

Now the multi-panel picture elements that determine my way of working are not arranged horizontally as usual for various reasons, but on top of each other. The reason is the design requirement for a specific situation to design a portrait format. In this way a lively composition has developed, which results in a beautiful overall shape.

 

layout of a new exhibition planned

Für meine Arbeiten ist das Verhältnis zwischen Kunstwerk, Raum und dem Betrachter wesentlich. Die Bewegung in Bezug auf das Kunstwerk und damit die Wahrnehmung in der räumlichen Veränderung bestimmen, was das Werk auslöst. So bereite ich Ausstellungen meist vor, indem ich ein maßstabsgetreues Modell der Flächen und Räume schaffe. Damit erreiche ich eine Zusammenstellung von Arbeiten, die auf die Situation, aber auch auf die Wahrnehmung des Betrachters zugeschnitten sind.

 

The relationship between the work of art, the exhibition space and the viewer is essential for my work. The movement towards the work of art and thus the perception of the spatial change determine what the work effects. I usually prepare exhibitions by creating a true-to-scale model of the walls and spoaces. This results in a set of works tailored to the space, but also to the perception of the viewer.

 

„Kunstsalönchen“, a little survey of smaller works

 

Das „Herbstsalönchen“ im Oktober trotz Corona und macht ein Kulturangebot mit kleinen Formaten in der Region. So passt der Name gut. Vielfältige Medien und Gestaltungsweisen zeigen eine Bandbreite an Möglichkeiten, was mit der Methode der mehrteiligen Bilder erreicht werden kann.

Despite Corona the exhibition “Herbstsalönchen” (tiny Salon d’Automne, autumn art gallery show) in October and made a cultural offer in the region with a presentation of small formats. So, the name fits well. Various media and concepts show a range of possibilities of what can be achieved with the method of multi-panel artwork.

 

 

#1365 on site at Kunstverein Offenbach, digital work on mesh

Im großzügigen Raum des Kunstvereins Offenbach entfaltet diese Arbeit auf Netzstoff eine schöne Verbindung von Leichtigkeit und Größe. Frei im Raum platziert kann man sich im Raum bewegen und auf diese Arbeit konzentrieren, vergleicht sie aber auch immer wieder mit den übrigen Exponaten.

At the generous space of Kunstverein Offenbach, this work on mesh creates a beautiful combination of lightness and size. Being placed freely in the centre of the room, you can walk around and concentrate on this work, but also compare it again and again with the other exhibits.

 

#1369, studio view, acrylic on wood

Auf Holztafeln in etwas kleineren Format werden ähnliche Farb- und Formelemente aufgegriffen. Auf der grauen Grundierung (eine tolle Erfindung schon im Mittelalter, siehe Links an Ende des Textes) ergeben auch die wenigen sparsamen Elemente eine spannende und assoziationsträchtige Gesamtkomposition.

Similar elements of colour and shape are picked up in this work on wooden panels in a slightly smaller format. On the grey background (a great invention already in the Middle Ages, see links at the bottom of this text; sorry, German only), the few economically chosen elements also result in an exciting overall composition that is full of associations.

über Grau als Farbe und Hintergrund fand ich diese Hinweise anregend:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/eklatante-grauzone-der-kunstgeschichte-100.html

hier die Einladung zum Newsletter einfach überspringen:
https://www.restauro.de/farbe-grau/

 

 

auf Linie / in line

auf linie  – in line

 

Lineare Zeichungen

Wie reagiert unser Gehirn auf visuelle Signale? Was brauchen wir, um das Gesehene zu verstehen? Wie viel oder wie wenig ist nötig, um unsere Wahrnehmung in Bewegung zu setzen?

Linear Drawings

How does our brain react on visual signals? What do we need to start making sense of what we see? How much or how little is nessessary to trigger our perception?

In den letzten Jahren habe ich hauptsächlich als Maler gearbeitet und meine Acrylfarben auf Leinwand, Sperrholz oder Karton aufgetragen. Beim Malen gab es schon immer viel zu erleben und zu entdecken, was sich vor meinen Augen entwickelte.

For the last years I have mostly worked as a painter, spreading my acrylics across canvas, playwood or cardboard. There has always been a lot to enjoy while painting and discovering what developped there befor may eyes.

Ab und zu habe ich in verschiedenen Medien gezeichnet. Auf frühe Arbeiten mit Bleistift oder Tusche folgte Arbeit mit der  Schere (Formen ausschneiden), Fineliner und später auch digitale Medien. Die lineare Zeichnung war das Mittel der Reduktion, die Herausforderung.

Then and again I took to drawing in various media. Early pencil or ink work was followed by scissors (cutting out forms), fineliner and later digital media. Linear drawing as a means of reduction,- this was the challange.

Eine klassische Einstellung besagt, dass sich beim Zeichnen zeigt, ob jemand  wirklich verstanden habt, was er oder sie tut. Auch wenn dies durchaus bestreitbar ist (van Goghs Zeichnungen waren zum Beispiel nach klassischen Maßstäben von sehr begrenzter Qualität, um nur einen unserer Helden zu nennen), gab es für mich immer wieder die Herausforderung, ob ich auf Farben verzichten könnte, meinen Fragen ohne die Aspekte Farbe und Licht nachgehen könnte, ohne dafür Objekte perspektivisch zeichnen zu müssen, wie ich es vor 2010 getan hatte.

A classical attitude holds  that drawing shows if you really have understood what you are doing. Though this is quite disputable (van Gogh#s drwaings were of very limited quality by classical standads, jsut to name one of our heroes), there was ever again the challange if I could do without colours, could pursue my questions without colour and light, without drawing objeects in perspektive like i had done before 2010.

Hier sind also ein paar Resultate aus dieser Gruppe von Arbeiten. Ich hoffe, sie gefallen Ihnnen auch!

So here are some results from this group of works. I hope you enjoy it, too.



Weben – Weaving

 

 

 

(work in progress, detail)

 

Auf der Suche nach der Reduktion? Oder etwas aus dem Malprozess heraus entwickeln? Ich bin mir nicht sicher, was aktuell mein Thema ist. Wahrscheinlich stimmen beide Beschreibungen.

 Looking for ways of reduction? Or working my way out of the process of painting? I am not sure what the actual topic is. Probably both descriptions are valid.

 

 

Wie viele andere Künstler fand ich es immer faszinierend, was mein Farbmaterial selbst an Wirkungen entfaltete, während ich damit arbeitete: Vielleicht war ich gerade damit beschäftigt, eine Vorstellung von Licht oder Volumen umzusetzen, wenn das mehr oder weniger flüssige, manchmal auch regelrecht klebrige Material Spuren und Strukturen erzeugte,  die ihre eigene visuelle Qualität und Daseinsberechtigung entwickelten. Sprechen Sie mit einem Maler und Sie werden eine ähnliche Geschichte hören.

Neugierde hilft. Versuche, einfach mal ein paar zufällige Spuren auf einem Untergrund zu hinterlassen und schaue, wie eine Kombination von Farben oder die Verbindung von Hand- und Körperbewegung etwas Besonderes entstehen lässt. Natürlich taucht die Frage nach Bewusstsein und Steuerung auf und es zeigt sich, dass es ein ausbalancierter Prozess von Intuition und Spiel einerseits und andererseits Kontrolle und bewusster Komposition wird.

Like many other artists I found it always fascinating what the material of paint was doing while I worked with it: Perhaps I was pursuing some idea of light or volume in my painting when the more or less fluid or even sticky material produces traces and structures which „just came out“ and developed a visual quality of its won right. Talk to a painter and you will hear a similar story.

Curiosity helps. Just try to leave a few casual marks on the surface and see how a combination of colours and a certain movement of hands and body create something specific. Developing a lively structure it invites me to follow this line and so how a painting might grow. Surely the question of control will come up. It turns out to become a balanced process between intuition and playfulness vs. control and composition.

 

 

Ausschnitt aus einer „Sequenziellen Arbeit“ von 6 Abschnitten, Acryl/Karton

Detail of a „Sequential Work“ of 6 segments, acrylic on paper

 

 

Manchmal ist es ein Vorteil, meine Grundstruktur erst einmal zu definieren, indem ich eine Schicht Farbe als Untergrund auftrage.

Sometimes it helps to define my basic structure beforehand by giving a layer of paint to the background.

Das kann dazu führen, dass dies alleine schon „Form wird“ und einen eigenen Bildansatz darstellt.

Sometimes it turns our to develop a form of its own and become part of a new work,

 


Immer hilfreich: Die Farbe lieben!

Always helpful: love color 😉

Alt Neu – Old New

Zurück von der Kunstbörse in Gummersbach war das Atelier erst einmal ziemlich vollgestopft und es brauchte einige Zeit, um alles wieder an Ort und Stelle zu verstauen. Aber es hat mir geholfen, einige Dinge besser zu organisieren als vorher, ein zusätzlicher Punkt, warum sich das Wochenende gelohnt hat. Ich konnte einige neue und spannende Kontakte zu Kunstliebhabern aufbauen, Kollegen wie auch Besucher. Nun bin ich gespannt auf das, was da kommen mag.Das Atelier in Ordnung bringen hieß auch, wieder ein paar Arbeiten zu hängen, wo Wandfläche frei war, und ich freute mich wieder über ein paar Leinwandarbeiten, die lange verpackt und verstaut vor meinem Blick verschwunden gewesen waren. Wie schön, wieder in die Atmosphäre und die Räume einzutauchen.

Acryl, Leinwand / Acrylic, canvas

Gespräche über einige meiner plastischen Objekte gaben mir den Anstoß, mir diesen Teil meiner Arbeiten och einmal genauer anzuschauen. Vor einiger Zeit hatte ich eine Anzahl von Objektkästen gemacht, in denen Karton-Objekte gezeigt waren. Sie waren in der Art einer Silhouettendarstellung von dreidimensionalen Objekten geschnitten. Ihre Komposition erreichte ein Stück Raumillusion, die aber gleichzeitig mit einer starken linearen Formkompositon verbunden war. Spannend!

Ihre Präsentation auf der Kunstbörse hatte die Aufmerksamkeit einiger Besucher auf sich gezogen und da die Arbeit in diesem Jahr sehr stark auf die Auseinandersetzung mit Grundstrukturen geprägt war, könnte dies ja gut in die aktuelle Entwicklung passen. Die Dinge entwickeln sich weiter.

Back from Gummersbach Artfair the studio was crammed again and it took some time to get everything back into place. Anyway, it has helped to get some things organized better than they have been before, another point that made the weekend worth preparing for. I could make some new and amazing contacts with art lovers, colleagues and visitors as well. Now I am looking forward to whatever is going to come.

Fixing the studio meant hanging some works again, too, where wall space was left and I enjoyed some items on canvas again which had been wrapped and shelved for some time. Nice to delve into this atmosphere and these spaces again. Talking about some sculptural items of mine at the fair gave me an impulse to look into this streak of work again. Some time ago I had made a number of display boxes showing cardboard objects. They had been cut the way you would make a silhouette drawing of some technical 3-D object. Their composition resulted in a bit of optical illusion of space but at the same time a reduction to strong linear compositional powers. Amazing!

Their display at the fair caught the attention of some visitors and as this year has resulted in going back to basic structures this might fit in well with the tide. Things are developing further.

Basics

Gepackt stehen die Arbeiten für die Kunstbörse in Gummersbach am kommenden Wochenende bereit.

verpackt und sortiert

Ich werde vorwiegend Arbeiten Acryl auf Papier zeigen, aber auf Wunsch habe ich auch ein paar weiße Objekte eingepackt. Kartonausschnitte sind hinter Glas in hölzernen Kästen montiert und erzeugen wunderbare kleine Illusionsräume.

Karton, Kasten / Cardboard, box

Mit diesen Arbeiten habe ich meine Experimente zu grundsätzlichen Signalen für Räumlichkeit von der Zeichnung in den Raum übertragen. Es ist schon interessant, wie die Raumillusion funktioniert obwohl das Innere das Kastens gleichfalls als definierter Raum in einem Spannungsverhältnis dazu steht.

Dieses Jahr bin ich zu diesem Ansatz zurückgekehrt, mit grundlegenden Raumsignalen zu arbeiten. Warten wir auf die nächsten Ausstellungen. 

Der Plan für das kommende Jahr sieht schon ganz gut angefüllt aus. Einige Bereiche sind schon geblockt, damit noch Raum für andere Aktivitäten und auch ein paar Reisen bleibt. Nun hoffe ich , dass alles gut gelingt. 🙂

Things are packed for Gummersbach Art Fair next weekend. Some thirty works in frames and dozens so browse through make up a nice set and I hope visitors will enjoy their outing. 

It is mainly works acrylic on paper I will show but on request a set of white objects will accompany me. Cardboard cutouts are arranged behind glass in their white wooden boxes, showing lovely sets of spatial illusions.

With these sets I transferred my experiments with basic signals of space illusions from drawing into 3-dimensional works. Funny as it is, we find that the perception of space works though we see the inside of the box simultaneously as a defined space as well.

This year I came back to this approach of working with basic structures triggering space illusion. Watch out for next exhibitions.

The timetable for next year looks crammed enough for me to block areas for further activities and a bit of travels. Nice mixture and I hope everything works out fine. 🙂

Die Zeit vergeht – Time Goes By

Über drei Monate, oh Mann! Als ich den Blog begann hatte ich mir selbst mehr Disziplin versprochen, mindesten einen Post pro Monat, eigentlich sogar zwei. Ich wollte für mich selbst festhalten, was im Atelier vor sich gegangen war und auch in meinem Kopf, was die Kunst anbetraf.

Und jetzt: nichts! Seit über drei Monaten, oh nein.

Nein, definitiv falsch: Eine Menge ist in den vergangenen Monaten geschehen, und die Verzögerung lag nicht nur an der extremen Hitze und Trockenheit, die wir nun seit Wochen haben.

Nach den vergangen Ausstellungen und den damit verbundenen Reiseterminen musste ich alles überprüfen und wieder wegräumen (eine Menge, fürchte ich, aber so ist das eben). Ein perfekter Zeitpunkt um gleich noch ein paar andere Dinge neu zu organisieren.

Das letzte Mail, dass das Atelier so schön aufgeräumt war, war im März, als meine Atelierausstellung fertig vorbereitet war und die auch gut angenommen wurde. Hier nochmals ein Dankeschön, an alle die vorbei gekommen sind.

Jetzt, wo alles fertig war, hatte ich Zeit, neue Dinge auszuprobieren, über die ich teils schon in den Blogbeiträgen von März und April berichtet habe.

Seitdem bin ich an diesen Punkten dran geblieben und habe viel skizziert. Einiges habe ich schon auf Instagram unter @schultze_schnabl gepostet. Ich finde es praktischer, male eben ein paar Dinge zu posten und dazu Rückmeldungen einzufangen als die Website mit neuen Abbildungen zu erweitern und gut organisiert zu halten. Aber da muss ich auch bald mal wieder ran.

Die Vorbereitung der kommenden Ausstellung in Netphen, die am 23. eröffnet wird, hat natürlich auch Zeit benötigt. Änderungen in meinen Arbeiten haben die Frage aufgeworfen, was ich eigentlich tue (ein paar Antworte habe ich wohl gefunden). Das braucht seine Zeit, und die Tatsache, dass ich einen großen Raum mit entsprechenden Abständen habe sowie zwei Büroetagen, muss auch gut geplant werden, damit ein gutes visuelles Gesamtkonzept entsteht.

Also: Herzliche Einladung für den 23. August 2018 und dann geht es im nächsten Beitrag weiter.

 

More than 3 month, oh dear! When starting this blog I promised myself a better discipline than this, to check every month (even twice per month) what was going on in the studio or in my mind as far as it was related to art.

And now: nothing! For more than 3 months, oh no!

No, definitely wrong. A lot has been going on in this time and the delay was not only due to excessive heat and draught for weeks now.

After recent exhibitions I tried to check and stow away what was returning (a lot I am afraid but that’s how it is). A perfect time to reorganize some more things.

Last time I had my studio in perfect order was in March when everything was prepared for the studio show which was well received. Thanks to everybody who dropped in.

With everything ready I had the time to try out some new things some of which I have already posted in March and April.

It has kept me going since and I have done a lot of sketching. Some of the results have been posted on Instagram since, see them at @schultze_schnabl. I do find it faster to post it there and get some reaction than redoing my website. But this I have to do anyway in the next weeks.

Preparing my show in Netphen which is going to start on August 23rd has taken some time too. Changes in my work have caused the question what I was actually going to do (I think I found some answers). This takes time as well as puzzling out what was going to be shown where as I have on rather large room and quite a lot of office space to show smaller items.

So: A kind welcome at the opening on August 23rd and we will meet again at the next blog post.

die Lücke nutzen – Using the Gap

Die Lücke Nutzen – Using the Gap

 

Es gibt eine Art Rhythmus in der Art wie ich arbeite. Er bringt mich dazu, immer wieder nach einer gewissen Zeit zu prinzipiellen Fragen und Strukturen zurück zu kommen. Oft gibt es eine Art Lücke in der Spannung, wenn ich ein Projekt abgeschlossen habe und das nächste noch etwas Zeit hat. Dann finde ich mich oft in der Situation wieder, dass ich mit Linien, Formen, Strukturen und Farben herumspiele. Dann stoße ich aber auch immer wieder auf grundlegende Fragen und ich versuche, sie zu beantworten, indem ich mich auf meine Werkzeuge und Methoden zurück beziehe. Dies hilft mir oft, Neues zu entdecken und mich auf Wichtiges zu konzentrieren.

 

 

There is some sort of rhythm in the way I work. It makes me come back to basic structures and questions after a while. Often when there is a gap between one project finished and the next one being a bit away. Then I find myself in the situation where I play around with lines, forms structure or colour. I am getting back to basic  questions and try to answer them by reasserting what my basic tools and principles are. This helps in finding new ways and in concentrating on essential points.

 

 

Einfache Strukturen schaffen Volumen und Raum – Simple structures evoke volume and space

Ein Sperrholzrest lädt ein, es mit Strukturen zu überziehen. – Some plywood leftover invites for covering it with structure

Fläche oder Tiefenraum? Was sagt das Auge und das Gehirn? – Flatness or depth? What do eye and brains do with it?

 

 

Wie viel – How much?


Überwiegend weiße Leinwand. Gestern habe ich ein paar Last Minute Entscheidungen getroffen, bevor der Tag vorüber war. Ich stellte die drei Leinwände auf und setzte ein paar Striche mit dem breiten Pinsel:

Ein Stück blauer Himmel war immer motivierend, eben noch das Grün ausprobieren, das mir in die Hände gefallen ist. Dann noch etwas Weiß, Orange und Ocker, damit es nicht so giftig wirkt … Alles vorsichtig setzen, mit langsamen Bewegungen, eigentlich ohne wirklich zu wissen, was es wird.

Bloß keine Bäume malen, brich solche Vorstellungen direkt wieder auf, wenn es zu deutlich danach aussieht. Unten mehr helles und gebrochenes Grün, aber nicht wirklich Wiese. Das Ganze oben wiederholen, um es aufzufangen. Senkrechten mit räumlichen Linien kombinieren, aber den Horizont lassen, de sich da so versetzt gebildet hat. Wie wäre es mit ein paar orangefarbenen Akzenten links und rechts? Mehr geometrische Elemente als Kontras zu den lebhaften Formen.

Nun gut, am nächsten Morgen die Frage: „Warum bleibt das nicht einfach so? der Betrachter sieht genug, um Auge und Gehirn auf die Reise zu schicken bei der Suche nach Bedeutung. Landschaft ist so einfach.“

Ich habe mein Ziel erreicht, die Balance zwischen dem Sehen von Objekten und dem von Farben und Pinselstrichen. Ist die deskriptive Element zu aufdringlich? Ist die Malerei stark genung, um die Auge eine Weile zu beschäftigen? Wie lange? Lange genug? Wann ist das?


Mostly white canvas. Yesterday I made some last minute decisions before the day was over. I placed these three canvasses und just started to set a few marks with a broad brush:

 A patch of blue sky was always motivating, just try out this kind of green I just found and make it less vicious with a bit of white, orange, ochre …  Place it carefully, slowly moving, but without really knowing what I do. „Don’t pain trees! Break those ideas as soon as they come up. More light and broken green in the lower part but no meadow. Reoeat on top and bottom to spoil that concept. Combine vertikals with spacial effects but leave that broken horizon intact that that has turned up eventually. How about some rather clear orange accents left and right? More geometry to place contrasts to the vivid forms.

 Well, right, on the next morning the question is there: why not leave it that way? The spectator sees enough to send eyes and mind onto the search for meaning. Landscape is so simple.

 

I have reached my goal, the balance between seeing objects and at the same time just colours and brush strokes. Is that descriptive part too obvious? It the part of painting strong enough to keep the eyes busy for a while! How long? Long enough? What is that?

 

Rückblick+Ausblick – Looking Back + Looking Forward

Rückblick – Looking Back

 

 

Danke für ein schönes Ausstellungswochenende an alle Gäste und natürlich auch an Rike Stausberg. Ihre wunderbaren Arbeiten ergaben so ein wunderbares Zwiegespräch mit meinen kleinen Gemälden, fast wie ein Spiegel auf der formalen Ebene mit den kleinen Formaten und doch spannend unterschiedlich in den Bildwelten und Gestaltungsweisen. Das milde Wetter at ein Übriges und wir freuten uns, dass sich die Gäste viel Zeit zum Eintauchen in die gezeigten Bildwelten nahmen.

 

 

Thank you to all our guests and of course to Rike Stausberg for a wonderful exhibition weekend! Her wonderful works formed such a lovely dialogue with my small paintings, just a kind of mirror on a formal level but different enough to start a dialogue between two worlds. Mild temperatures have been a further bonus and we were happy that lots of visitors took their time for diving into the worlds presented.

 

 

 

Mehr Schritte – Further on

Kaum waren die Atelierräume aufgeräumt und sauber gemacht und die Sonne schien in meine Räume, als ich daran dachte, dass na ja jetzt nach dieser getanen Arbeit mal wieder schön in Sachen Kunst arbeiten könnte. Aber wie? Die Farben waren sauber weggepackt und ich hatte keine Lust, alle wieder durcheinander zu bringen, als ich gerade erreicht hatte.

Glücklicherweise waren die Marker griffbereit und die Skizzenblöcke waren leicht aufzutreiben. Ich fragte mich, was ich nun mit minimalen Mittel tun konnte, so ohne Farben Töne und Schattierungen.

Es war eine Art „zurück zu den Grundlagen“: Was kann man tun, um die umrissenen Flächen zueinander in Beziehung zu bringen? Was konnten lediglich ein paar Striche leisten, wie konnten sie die Flächen zum Leben erwecken und gleichzeitig vermeiden, dass das Ergebnis zu schlicht und abbildhaft wurde?

Schauen Sie selbst: Ich hoffe, sie haben ebenso viel Freude an den Skizzen wie ich und ich werde versuchen, diese Erfahrungen in die nächsten Schritte zu überführen, wenn die Farben auch wieder zur Hand sind.

 

 

 

With the studio space just tidied up and cleaned and the warm sun shining into my rooms it was so inviting to take new sheets of paper and start work. But how? Paint was neatly stowed away and I had no intention to mess up what time and effort just had reached.

Luckily I had my markers at hand and the sketching pads were not that far away: I thought what I could do with sort of minimalistic means, no tints, no shade, not colours at hand.

It was sort of “back to basics”: What can you do to bring together the “panels” I had defined on the paper. What could I evoke with just a few marks, how could it make the flat space come alive and how could I keep away from too much representational content?

Just look for yourself! I hope you will enjoy these sketches as much as I do and I will try to transpose these results into the next steps, when colour will be available again.